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LENBRUNNEN
Der Lenbrunnen erhob sich als Turm über einem Grundriss von 7 x 7m. Den einst dreigeschossigen Bau betrat man durch ein Rundbogenportal im Mittelgeschoss. Im Innern lag auf dieser Höhe ein Bretterboden. Im Untergeschoss befand sich die in eine mächtige wasserführende Kiesschicht eingetiefte Brunnenkammer, das Obergeschoss war vermutlich eine Wächterstube.
Das Fassungsvermögen dürfte um 20'000 Liter erreicht haben. Bern, das im mittleren 13. Jahrhundert von der Nydegg bis zum Zeitglockenturm reichte, zählte rund 3000 Einwohner. Bei einem Tagesverbrauch von 3 bis 5 Litern pro Person vermochte der Lenbrunnen somit ursprünglich die ganze Einwohnerschaft zu versorgen. Durch das nach dem Stadtbrand von 1405 üblich gewordene eingraben vieler Keller in der Umgebung versickerte das Wasser allmählich in tiefere Schichten - der Lenbrunnen wurde aufgegeben.
Sieht man einmal von gigantischen Anlagen wie der Zisterne in Istanbul ab, so gehört der Berner Lenbrunnen europaweit zu den wenigen erhaltenen Kulturgütern seiner Gattung.
Der Lenbrunnen befindet sich in dem Gebäude der heutigen Staatskanzlei, Postgasse 68, und steht als archäologische Stätte nach telefonischer Anmeldung zu den Bürozeiten für Besichtigungen offen. Telefon Archäologoischer Dienst der Stadt Bern: 031 633 55 22. |
1444 |
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ANTONIERKIRCHE
Die Antonierkirche in der Postgasse 62 wurde für die Posthalterei sogar zur Kutschenremise umgebaut. Die Kirche wurde 1444 vom Spitalorden der Antonier als Kapelle mit Ordenshaus errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte war sie der Reihe nach Kornhaus, Werkstätte, Postwagenremise, von 1839 bis 1843 Kunstmuseum und zeitweilig auch Historisches Museum, danach Stallung und nach dem Kauf durch die Einwohnergemeinde ab 1860 Feuerwehrmagazin. Von den ursprünglichen Gebäuden der Antonier (Kirche, Stallung, Haus inkl. die Halde nach der Aare hinunter), ist nur die Kirche erhalten geblieben, welche neben der Antoniergemeinschaft auch ausländischen Kirchengruppierungen offen steht, wie z.B. den Russisch-Orthodoxen. |
1675 |
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POSTHAUS
Das Posthaus wurde für Beat Fischer als Sitz der 1675 begründeten ersten bernischen Post von 1686 bis 1694 erbaut, wahrscheinlich von Abraham Dünz II. Stadtaufwärts wurde es um 1730 nach Plänen von Daniel Stürler durch das Nachbarhaus erweitert. Heute befindet sich die Berufsschule des Detailhandels im ehemaligen Posthaus. |
1879 |
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DIE POSTGASSE
Die Postgasse liegt im ältesten Teil der Altstadt. Bis Ende 18. Jh hiess die Gasse Hormansgasse. 1675 wurde im Haus Nr.64/66 von Beat Fischer die Post gegründet, welche der Gasse den ab 1879 gültigen Namen Postgasse gab. Im 15. Jh. wurde das Gasthaus zur Krone zum ersten Mal erwähnt, Es galt als führendes Grand-Restaurant und beherbergte päpstliche Gesandte, Botschafter und andere angesehene Persönlichkeiten. In den Räumlichkeiten befindet sich heute das Restaurant Krone, deren Besitzer noch weitgehend das alte Cachet bewahrt haben. In der Hausnummer 70 ist seit 1541 die Staatskanzlei untergebracht.
Die Postgasse ist als stillste und verkehrsärmste der Altstadt Kleinhandwerker- und Kleinbürgergasse geblieben. Hier reiht sich nicht Ladenlokal an Ladenlokal. Es sind auch heute noch vor allem Kleinbetriebe, in denen die Kunden individuell bedient werden. |
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